Fred Adrett

  1. Her mit dem schönen Leben!

    ANGEECKT Ich bin in meinen Kreisen angeeckt, ohne es zu sehn. Jetzt merk ich langsam, was dahintersteckt und kann es auch verstehn. | Ich hab mich nie gewehrt. Ich wollte sogar bei euch sein, doch hier bin ich verkehrt und das seh ich langsam ein. | Vielleicht bin ich jetzt Egoist, was ich nicht gerne bin. Doch wenn es besser für mich ist, hat das wahrscheinlich Sinn. | Ich hab mich nie... | Ich kann nicht immer geben und dann nichts bekomm'. Ich hatte gar kein Leben, jetzt hab ich mir eins genomm'.


    DAS MÄDCHEN IST VERLIEBT Das Mädchen hat so lange nach dem Richtigen gesucht. Das hat so lang gedauert, sie dachte fast, sie sei verflucht. Doch wer suchet, der wird finden und kann sich dann auch binden und muß sich dann auch nicht mehr mit der Suche schinden. | Das Mädchen ist verliebt in einen andern Jungen, der hat ein Lied für sie geschrieben und auch gleich gesungen. Sie wußte sofort, daß der richtig für sie war, darum sind die beiden ab sofort ein Paar. | All die andern Jungen hat das Mädchen ausprobiert, denn sie wollte wissen, ob etwas passiert. Die meisten von den Jungs reichten nur für eine Nacht und am nächsten Morgen ist sie einsam aufgewacht. | Das Mädchen... | Sie hat gebetet und gehofft, daß es einen gibt, der sie von ganzem Herzen und auf ewig liebt. Einen, der es ernst meint und nicht nur so scheint und dem es nicht peinlich ist, wenn er vor Freude weint.


    MEIN LEBEN Du kennst mich viel besser, als ich mich. Darum bitte ich Dich: Bitte führe Du mich, alleine schaffe ich das nicht. | Ich will Dir mein Leben geben, lang genug lag ich daneben. Dein Leben gabst du für mich, ich danke Dir, ich liebe dich. | Es geht mir gut in Deiner Nähe, du bist mir immer nah und auch wenn ich Dich nicht sehe weiß ich immer, Du bist da 


    DIE WELT Du bist überall die absolute Eins, zumindest ist das das, was du selber meinst. Du hättest kein Problem damit, über Leichen zu gehen, wahrscheinlich würdest du das noch nicht einmal sehen. | Die Welt dreht sich auch alleine, sie dreht sich bestimmt nicht um dich. Komm du mit dir selbst erst ins Reine, denn vorwärts kommst du so sonst nicht. | Du würdest gern die Mitte von allen Kreisen sein und wie des Zirkels Nadel bohrst du dich hinein. Du drehst dich um dich selbst – total zentrifugal, drängst andre an den Rand, denn die sind dir egal. | Die Welt... | Du redest über dich, pausenlos in einem fort, nur zuhörn kannst du nicht, fällst anderen gern ins Wort. Du drängst dich an die Spitze, um ganz oben zu sein, doch da ist nur Platz für einen, einsam und allein. 


    DIE REISE Auf eine ganz besondre Art und Weise sind wir alle doch auf einer Reise von den Andern zu uns selbst, solange, bis du anhältst, um zu sehn, wo du bist und was aus dir geworden ist. | Ich wußte nicht mal, daß ich unterwegs war, doch jetzt bin ich da, jetzt bin ich da. | Egal, wo du hingehst, da bist du dann, denn man kommt immer irgendwo an, solang man sich bewegt und nicht einfach nur stillsteht, ohne zu probieren, endlich zu kapieren, wieso wir eigentlich überhaupt existieren. | Ich wußte... | Jede kurze wie auch jede lange Reise beginnt wie alle auf die gleiche Weise mit dem ersten Schritt und dann folgt ein zweiter, das Ziel vor Augen geht es immer so weiter, bis du am Ende bist und dich umsiehst und du merkst, daß das Ziel der Reise eigentlich ja die Reise war


    JOHANNISKRAUT Er vertraut auf Johanniskraut, weil sich neue Hoffnung aufbaut, daß sich die Seele nicht mehr aufraut und das Leben ganz gut ausschaut. Er vertraut auf Johanniskraut, weil sich neue Hoffnung aufbaut, daß sich die Leere nicht mehr aufstaut, denn Stille ist manchmal auch laut. | Ich will, daß es mir jetzt gut geht, ich will, daß ich fröhlich bin. Ich will, daß es mir jetzt gut geht. Denn Traurigkeit hat keinen Sinn! | Sie vertraut auf Johanniskraut, weil sich neue Hoffnung aufbaut, daß sie sich eine Zukunft zutraut und Fingernägel nicht mehr abkaut. Sie vertraut auf Johanniskraut, weil sich neue Hoffnung aufbaut, daß der Sturm der Trauer abflaut und die Depression auch abhaut


    TEXT VERGESSEN Du bist aus meinem Kopf schon lang verschwunden, zumindest habe ich das so geglaubt, doch mein Herz ist noch mit dir verbunden und das ist, was mir die Seele raubt. Ich hab versucht, nicht mehr an dich zu denken und das hat an sich auch gut geklappt. Gedanken wollte ich nicht an dich verschenken, doch trotzdem hab ich mich dabei ertappt. | Ich vergesse immer wieder meine Texte, aber dich vergesse ich anscheinend nie, und damit du mir jetzt endlich aus dem Kopf gehst, schreib ich dir zum Text vergessen dieses Lied. | Deine Gründe hab ich eingesehen und ich fühl mich nicht mehr allein, aber dennoch muß ich eingestehen: Mein Herz bleibt wohl immer dein | Ich vergesse... | Solang ein Teil von dir in meiner Brust steckt, kommst du mir wohl immer wieder in den Sinn und auch wenn mein Kopf dich immer wieder rausschmeißt, sagt mein Herz immer wieder: "Kommse rinn!" Während Kopf und Herz sich immer weiter streiten, folg ich dem Gefühl in meinem Bauch, doch das führt auch zu Schwierigkeiten, denn mein Bauch mag dich auch.


    MEIN GESCHENK Ich kann mich noch so sehr verbiegen, mehr wirst Du mich dadurch nicht lieben, denn Du liebst mich bedingungslos, deine Liebe ist unsagbar groß. | Immer, wenn ich an Dich denk, weiß ich, Du bist mein Geschenk, Du gibst mir alles, was ich brauch und dann legst Du noch einen drauf! | Fromm zu sein ist an sich löblich, Dir zu gefallen aber nicht nötig. Du liebst uns alle, wie wir sind, ein' jeden wie Dein eignes Kind. | Immer, wenn... | Von meinen eignen Taten hab ich nix zu erwarten. Dein Blut gab mir das Leben, was sonst sollst Du mir geben? Von meinen eignen Taten hab ich nix zu erwarten. Dein Blut gab mir das Leben, mehr kannst Du mir nicht geben.


    JEDEN TAG Den Menschen geht es schlecht, nur manchen geht es gut. Die Welt ist ungerecht, egal, was man auch tut. Das führt zu Problemen, wenn man nichts unternimmt. Das Glück mußt du dir nehmen, bevor es dir entrinnt. | Jeden Tag geschieht ein Suizid und weil man das nicht sieht, sing ich dieses Lied. Jeden Tag geschieht ein Suizid und weil man das nicht sieht, sag ich es explizit | Mein Kopf ist total leer, da ist gar nichts mehr drin. Wo kommt das nur her? Was hat das für 'nen Sinn? Wo sind meine Gedanken? Wo sind sie nur hin? Ich will doch nicht erkranken - Ich komm wohl nicht umhin. | Jeden Tag... | Ich hab mir lang genug nur Sorgen gemacht, doch jetzt ist damit gut, es hat ja nichts gebracht. Und neulich aufm Klo hab ich mir noch gedacht, daß man ja sowieso viel zu selten lacht.


    DU BIST DA Du bist da für mich, mit Dir kann mir nichts passieren. An Dich glaube ich, ich werd den Glauben nie verlieren. | Ich gehe gern auf Deinem Weg, weil mir da nichts im Wege steht.  Du machst alle Wege frei,  Die dunklen Zeiten sind vorbei. | Du bist da für mich... | Du bist unvorstellbar groß. Du gibst Kraft und spendest Trost. Du überstrahlst die ganze Welt. Du bist mein allergrößter Held


    WENN DIE GEHEN Jetzt bin ich allein, du bist nicht mehr da. Nichts wird mehr so sein, wie es mal war. Ich sing meine Lieder jetzt meistens in Moll. Wir sehen uns nie wieder, weiß nicht, was das soll. |  Wenn die gehen, die man liebt, versuch zu verstehen, wie man vergibt; probier zu verzeihen, ohne zu schreien, dann kannst du's schaffen, glücklich zu sein. | Jetzt bist du weg, kommst nie mehr zurück, nicht heute abend und nicht zum Frühstück. Ich kann es nicht fassen, was hier passiert: Du fängst an zu verblassen; mir wird kondoliert. | Wenn die gehen, die man liebt... | Wie immer die Frage nach dem Warum: Es gibt keine Antwort , der Mensch ist zu dumm. Vieles im Leben ist schwer zu kapieren, das muß man einfach so akzeptieren


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